Skip Navigation

Ausfüllen eines ergotherapeutischen Heilmittelrezepts

Ein Rezept muss mit folgenden Angaben ausgefüllt sein:

- Sämtliche Angaben des Patienten
- Verordnetes Heilmittel (z.B. sensomotorisch – perzeptive Behandlung)
- Indikationsschlüssel
- Dazugehörigen Diagnose
- Wöchentliche Therapiefrequenz (z.B. 1-2 mal/Woche)
- Stempel und Unterschrift des verordnenden Arztes

Handgeschriebene verbesserte Fehler und / oder Ergänzungen müssen mit dem Stempel des Arztes sowie der Unterschrift bestätigt werden.

Der Behandlungsbeginn muss spätestens zwei Wochen nach Ausstellungsdatum des Rezeptes erfolgen.

Regelfall

Ein Regelfall besteht aus Erst- und Folgeverordnungen. Die Gesamtverordnungsmenge (GVM) ist abhängig von der Diagnose und dem dazugehörigen Indikationsschlüssel, variierend zwischen 6 – 60 Einheiten. Ist ein Regelfall zu Ende, muss eine Therapieunterbrechung von mindestens 12 Wochen stattfinden, bevor ein Regelfall bei gleicher Diagnose entsteht. Längerfristige Behandlungen sind aber möglich.

Verordnungen außerhalb des Regelfalles

Wenn der Arzt eine kontinuierliche Weiterbehandlung über die Gesamtverordnungsmenge hinaus befürwortet (z.B. bei chronischen Krankheiten, Schlaganfall, Entwicklungsstörungen im Kindesalter usw.), kann er auch außerhalb des Regelfalles weitere Folgerezepte ausstellen. Hierfür muss das Rezept entsprechend angekreuzt werden.

Genehmigung von Verordnungen außerhalb des Regelfalles

Immer mehr Krankenkassen haben auf die Genehmigung bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls verzichtet. Alle Ersatzkrankenkassen VdAK / AEV bundesweit. Soweit uns bekannt verzichten auch für den Raum Süddeutschland die AOK / IKK etc. Genauere Information sind der jeweiligen Krankenkasse zu entnehmen.

Anzahl der Behandlungseinheiten pro Rezept

Pro Rezept können im Regelfall maximal 10 Behandlungseinheiten verordnet werden. Eine Ausnahme stellt hier die Diagnosegruppe SB 4 (Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems mit prognostisch kurzem Behandlungsbedarf) dar, bei der die Gesamtverordnungsmenge 6 Behandlungseinheiten beträgt. Da die Kataloge sehr umfangreich sind haben wir am Ende der Seite den Link zur jeweiligen Internetseite für sie angegeben. Gerne sind wir aber auch bereit, notwendige Fragen mit Ihnen telefonisch zu klären.

Verordnungsblatt Ergotherapie (Rezeptformular)

Die drei Krankheitsbereiche des Heilmittelkataloges für Ergotherapie

1 - Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems
2 - Erkrankungen des Nervensystems
3 - psychische Störungen

Diese 3 Bereiche sind wiederum in 16 Diagnosegruppen unterteilt. Jeder Diagnosegruppe wird eine individuelle Gesamtverordnungsmenge zugeordnet. Jede Diagnosegruppe wird mit einem Indikationszeichen verschlüsselt, das auf dem Rezept vermerkt werden muss (z.B. EN1 für Erkrankungen des Nervensystems).

Weitere Informationen:
Heilmittelkatalog Ergotherapie
Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.